DPG Vorpommern 2013

Rückblick nach einem erfolgreichen Jahr 2013

Diedrichshagen. Zu einer Abschlussfeier 2013 lädt die DPG Vorpommern Mitglieder und Freunde am 6. Dezember 2013, um 18.00 Uhr in die Gaststätte „Lärchengrund“ in Diedrichshagen ein.

Neben einem gemeinsamen Abendessen werden in einer Fotoschau Aktivitäten der Gesellschaft im Jahr 2013 gezeigt. Neben lebendigen Einblicken in den Ablauf der X. Pommernkonferenz in Szczecin und die Seniorenkonferenz in Greifswald wird u. a. über die 3-tägige Exkursion nach Człopa bildhaft berichtet.

Auch vom Bürgerfest des Bundespräsidenten im August in Berlin können Mitglieder der DPG Vorpommern gelungene Fotos zeigen. Sie erhielten eine Einladung aus Berlin. Das Zentrum von Warschau in Bildern brachte die Vorsitzende, Maria Burow, von einer Reise in Polens Hauptstadt mit, zu der sie vom Ministerpräsidenten unseres Landes am 3. Oktober anlässlich eines Empfangs in der Deutschen Botschaft eingeladen wurde.

Vervollständigt wird die gesellige Runde mit einem Vortrag über Świnoujście-Swinemünde von Prof. Erwin Rosenthal und Anekdoten des Polonisten Prof. Ulrich Drechsel aus seiner langjährigen Arbeit an der Universität Szczecin.

Der im April 2013 gewählte neue Vorstand nahm fast vollzählig an der interessanten 3- tägigen Jahrestagung des Bundesverbandes im Oktober in Berlin teil. Die bisherige gute Arbeit von Bärbel Hillebrecht, Ralf Schalansky, Martin Schröter, Niels Gatzke, Valeri Beresnatzki , Prof. Ulrich Drechsel und Maria Burow verspricht ein erfolgreiches Jahr 2014.

IX. Regionalkonferenz Pommern: „Die Rolle des Sports bei der Annäherung der Nachbarn in der deutsch-polnischen Grenzregion Pommern“ in Zinnowitz

Sport hat „Brückenfunktion“ bei der Annäherung der Nachbarn in der Grenzregion

Zinnowitz. Am 12. und 13. Oktober 2012 trafen sich ca. 100 polnische und deutsche Sportinteressierte im Sport- und Ferienhotel „Baltic“ im Ostseebad Zinnowitz, das den Teilnehmern sehr gute Bedingungen bot. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die DPG Vorpommern e. V. und Vertreter der Stadtverwaltung Szczecin hatten zu ihrer IX. Pommernkonferenz eingeladen und erstmalig den Sport bei der Annäherung der Nachbarn in der deutsch-polnischen Region Pommern thematisiert.

Zur Bedeutung des Sports für deutsch-polnische Verständigung sprach Gerd Hamm, Vertreter des Landessportbundes von M-V. Die Vorsitzende des Kreissportbundes, Virginia Paul-Walther, berichtete über den Stand der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports in der Grenzregion. Beispiele einer „Gelebten Nachbarschaft durch gemeinsame Sportveranstaltungen“ wurden vom Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in M-V e. V., Klaus Wils, von Elzbieta Piela-Mielczarek vom Polnisch-Deutschen Frauen-Forum Świnoujście, von Jürgen Schütze über den „Usedom-Marathon“ und von Jozef Kazaniecki aus Goleniow lebendig vorgetragen.

Mit Interesse wurde ein Bericht über die Situation im Sport in der Wojewodschaft Westpommern verfolgt, der von Pawel Bartnik, Geschäftsführer der Pomerania in Szczecin vorgetragen wurde. Die Finanzierung des Sports in Polen sei vorrangig über die Kommunen geregelt, Sponsoren spielten aber auch eine wichtige Rolle, so der sportbegeisterte Referent. Von Irena Stróźyńska, stellvertretende Geschäftsführerin der Pomerania in Szczecin, wurden Möglichkeiten für die Unterstützung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports vorgestellt. Über die Zukunft des neuen Polnisch-Deutschen Sport- und Kulturzentrums in Człopa, das mit Hilfe der Partnergemeinde Neuenkirchen bei Greifswald errichtet wurde, sprach Jerzy Bekker, Vertreter der Stadt und Gemeinde Człopa.

Dr. Ringo Wagner, ehemaliger Student der Sportwissenschaften der Uni Greifswald, berichtete in einem interessanten Vortrag über die „Anfänge des Sports in der Euroregion POMERANIA“. Das Resümee des Bürgermeisters von Ahlbeck/Heringsdorf, Lars Petersen, zum sportlichen Großereignis der Fußball-EM, verwies neben einer guten nachhaltigen Werbung für die Insel auf Defizite in der Vorbereitung, die vor allem die fehlende Zusammenarbeit mit den übrigen Ostseebädern der Insel, besonders aber die mangelnde Einbeziehung von Świnoujście betrafen.

In den Vorträgen und lebhaften Diskussionen wurde dem Sport eine „Brückenfunktion“ für die Verständigung zugesprochen. Besondere Integrationschancen ergeben sich u. a. daraus, dass die Sprachbarrieren keine große Rolle spielen, sich bei Wettkämpfen viele Menschen treffen und auch andere Bereiche, wie z. B. Volksfeste,  tangiert werden. Im Fazit der Konferenz wird auch unterstrichen, dass die Beteiligung der Jugend im Sport überwiegt, wobei alle Altersklassen, auch Behinderte, berücksichtigt werden sollten. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass das Ehrenamt im Sport unerlässlich ist und einer besseren Unterstützung  von Seiten des jeweiligen Landes und der Kommunen bedarf.

Als Schlussfolgerung  für mehr gemeinsame Sportveranstaltungen wurde ein Netzwerk favorisiert. Das Fazit einer Teilnehmerin: „Eine gute und sinnvolle Veranstaltung. Gerade im Sport lässt sich viel bewegen.“

Programm IX. Pommernkonferenz

10 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Vorpommern e. V.

Greifswald. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Vorpommern e. V. beging mit einer Festveranstaltung am 2. März 2012 im Freizeitzentrum „Schwalbe“ ihr 10-jähriges Bestehen. Die DPG Vorpommern e. V. wurde am 18. Januar 2002 im BiG Bildungszentrum Greifswald von 33 Mitgliedern gegründet. Die Vorsitzende der Gesellschaft, Maria Burow, ist seit 2004 Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes der DPG in Berlin, dem mehr als 50 regionale DPG angehören. Mit vielfältigen Veranstaltungen, Projekten und Konferenzen hat die Gesellschaft zur Entwicklung einer guten Nachbarschaft in der Grenzregion Pommern beigetragen.

Acht Regionalkonferenzen Pommern boten jährlich in einer breiten Vielfalt den Aktiven deutsch-polnischer Zusammenarbeit ein Podium. Die DPG Vorpommern e. V. arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Kooperationspartner und Sponsoren auf polnischer und deutscher Seite ermöglichten 10 erfolgreiche Jahre. Die freundschaftliche und zuverlässige Zusammenarbeit mit der Stadt Szczecin, mit den MitarbeiterInnen der Abteilung für NGO, und den Vertretern der deutsch- polnischen Kommunalpartnerschaft Neuenkirchen – Człopa  motivieren zu weiterem Engagement.

Auf der Festveranstaltung überbrachte der Stellvertreter des Stadtpräsidenten von Szczecin, Herr Krzysztof Soska, Glückwünsche und den Dank an die DPG Vorpommern für ihre langjährige engagierte Zusammenarbeit mit der Stadt Szczecin.

Das Wort ergriffen u. a. die Referatsleiterin für Europa – Angelegenheiten der Staatskanzlei von MV, Frau Andrea Herrmannsen, der Vize-OB der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Herr Ulf Demski, die neue verantwortliche Mitarbeiterin im Kreis Vorpommern-Greifswald, Virginia Paul-Walther und Prof. Herbert Barten von der Europa Union.

In Vertretung des Vorsitzenden der DPG in Mecklenburg-Vorpommern e. V., Klaus Wils, überbrachte Bärbel Saß Glückwünsche. Grußbotschaften zum Jubiläum kamen u. a. von der polnischen Gemeinde Czlopa, von den Deutsch-Polnischen Gesellschaften Sachsen, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Unter den 48 Teilnehmern befanden sich auch Prof. Alexander Wöll von der Universität Greifswald, Helmut Maletzke, Walter Kienast, Chef von der „Greifenfleisch GmbH“ sowie die Kreistagsabgeordneten Dr. Günther Jikeli und Peter Multhauf.

Nach einem Rückblick über 10 Jahre bürgerschaftliches Engagement für gute Nachbarschaft durch die Vorsitzende wurden zwei aktive Mitglieder, Irene Raether aus Karlshagen und Christel Schmidt aus Hanshagen für ihr großes Engagement ausgezeichnet.

Eine Ausstellung informierte die Besucher über die Arbeit der DPG. Mit dieser Ausstellung stellt sich der Verein erstmalig gemeinsam mit den Stettiner Partnern auf der EhrenamtMesse am 10. März 2012 in der Mensa vor.

Angeregte Gespräche am Buffet sorgten nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch für Erfahrungsaustausch bei der Zusammenarbeit mit unseren polnischen Nachbarn.Mit Freude erfuhren die Organisatoren von vielen Teilnehmern, dass die Jubiläumsveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Vorpommern ein gelungener Beitrag zur weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit in Pommern war.