2018 – Stärkung der grenzüberschreitenden Verbindungen

Erste Ideen für die Arbeit der DPG Vorpommern sind gefunden: Eine Senioren-Sprachbegegnung zur Initiierung von deutsch-polnischen Sprachtandems, eine Reise in den Stettiner Verflechtungsraum für Engagierte aus Deutsch-Polnischen Gesellschaften aus anderen Bundesländern, ein kulturpolitisches Freundschaftstreffen „Polen und Deutsche – sind einander näher als gedacht“ für Senioren sowie als Höhepunkt die Wiederbelebung der „Pommernkonferenzen“ mit der XIII. Regionalkonferenz Pommern zum Thema „Gemeindepartnerschaften“ in Greifswald. Unterstützen möchten wir dies auch in diesem Jahr mit einem deutsch-polnischen interkulturellen Training während der Interkulturellen Woche in Greifswald, um mehr Menschen „fit“ zu machen für eine Zusammenarbeit mit dem Nachbarn. Und da Begegnungen und konkrete Zusammenarbeit leichter fallen, wenn man die Sprache des Nachbarn beherrscht, wollen wir auch in diesem Jahr weiter für Polnisch als Nachbarsprache in Vorpommern werben.

Wir würden uns über Ihr Interesse an unseren Vorhaben freuen, wir arbeiten nur ehrenamtlich, daher sind Unterstützerinnen und Unterstützer immer herzlich willkommen!

Horizonte verlangen nach Bewegung

Zu einer Debatte zur zehnjährigen Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum haben die Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg im Pommerschen Landesmuseum Greifswald in Kooperation mit der DPG Vorpommern und dem polenmARkT – Festival der polnischen Kultur ins Pommersche Landesmuseum eingeladen. Ein Blick zurück rief in Erinnerung, wie lang der Weg zu solch einer heute als selbstverständlich erscheinenden Begegnung gewesen ist. Die Erfolge der letzten zehn Jahre sind in der Tat beachtlich, in der Zunahme der Qualität der grenzüberschreitenden Kontakte im Alltag wie auch auf offizieller Ebene, so besonders sichtbar in der Vitalisierung des Lebens in den Gemeinden entlang der Grenze durch Zuzug polnischer Familien. Thematisiert wurden aber auch noch ganz konkrete Hindernisse, wie der nach wie vor mangelhafte Ausbau bzw. die nicht vorhandene Kompatibilität der Verkehrsinfrastruktur. So gebe es zwar zweifelsfrei einige Leuchtturmprojekte wie die grenzüberschreitende Strandpromenade auf Usedom. Gleichzeitig, so Frank Gotzmann Amtsdirektor von Gartz (Oder), sei es derzeit immer noch nicht möglich, eine Buslinie des Stettiner Stadtverkehrs über die Grenze hinweg für eine Station zu verlängern. Für die polnische Seite wiederum sei es aufgrund stärker zentralistischer Strukturen nicht immer einfach, sinnvolle regionale Initiativen zeitnah umzusetzen. Das konnte Julita Miłosz-Augustowska aus ihrer Praxis als Raumplanerin in Stettin anschaulich verdeutlichen. Gunnar Mächler, Leiter der Polizeiinspektion Anklam, widerlegte mit statistischen Daten ein Anwachsen der sogenannten „Grenzkriminalität“.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Partner und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Ihr Engagement!

Debatte zur zehnjährigen Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum, Greifswald 22.11.2017

Im Dezember dieses Jahres jährt sich zum zehnten Mal die Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum. Für Vorpommern und die gesamte Grenzregion ist dieses Datum von besonderer Wichtigkeit. Anlässlich des Jahrestages veranstaltet das Pommersche Landesmuseum in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Vorpommern e. V. und im Rahmen des Kulturfestivals polenmARkT am 22. November 2017, um 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion zur zehnjährigen Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum unter dem Titel „Horizonte verlangen nach Bewegung“.

Es diskutieren Frank Gotzmann (Amt Gartz/Oder), Andrea Gronwald (Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V.), Gunnar Mächler (Polizeiinspektion Anklam) und Julita Miłosz-Augustowska (Regionales Raumplanungsbüro der Woiwodschaft Westpommern). Die Podiumsdiskussion moderiert der Journalist und Buchautor Uwe Rada.

Im Gespräch mit Akteuren des öffentlichen Lebens wird in der Podiumsdiskussion auf die durch Schengen in Gang gesetzten Entwicklungen des Zusammenwachsens der Region geblickt und der aktuelle Stand diskutiert. Die Veranstaltung soll zudem Gelegenheit dazu bieten, einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu richten. Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht. Mehr Informationen unter: www.pommersches-landesmuseum.de

Rahmenprogramm:

22.11.2017, 16:00 Uhr – Einführungsvortrag:
Feierabendgeschichte(n): Von der „Friedensgrenze“ zum Schengener Abkommen. Die deutsch-polnische Grenze in Pommern nach 1945

22.11.2017, Tagesausflug aus Szczecin, Lubieszyn, Löcknitz und Pasewalk
In Kooperation mit dem Service- und BeratungsCentrum der Euroregion POMERANIA Schwedt/Oder wird am 22. November ein Tagesausflug in das Pommersche Landesmuseum und die Stadt Greifswald für interessierte Bürger aus der unmittelbaren Grenzregion (Abfahrt ab Szczecin, Lubieszyn, Löcknitz und Pasewalk) angeboten. Das Programm umfasst eine Führung durch das Pommersche Landesmuseum, einen Altstadtrundgang und die Teilnahme an der Podiumsdiskussion zur zehnjährigen Mitgliedschaft Polens im Schengen-Raum. Die Anmeldungen sind bis 17. November bei Dr. Przemysław Jackowski, Service- und BeratungsCentrum der Euroregion POMERANIA, Tel.:  +49 (0) 33 32 – 53 8 925 oder unter sbc.barnim.uckermark@pomerania.net möglich. Teilnehmerbetrag beträgt 10 EUR (regulär) und 5 EUR (ermäßigt). Ein Informationsblatt zur Fahrt finden Sie zum Download unter: https://www.pommersches-landesmuseum.de/fileadmin/Bilder/Kulturreferat/Aushang_FAHRT_DE_Final-1.pdf

Wir laden Sie dazu sehr herzlich ein!