Neuer Vorstand der DPG Vorpommern e. V.

Greifswald. Auf der Mitgliederversammlung in Wolgast wurde am 05. September 2020 der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Vorpommern neu gewählt.

Die DPG Vorpommern e.V. setzt sich intensiv für das Zusammenwachsen der deutsch-polnischen Grenzregion ein. Ziel ist die Förderung der Verständigung zwischen den Menschen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Die Beziehungen der Grenzregion werden durch eine intensive Zusammenarbeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gestärkt. Beispielsweise setzt sich die DPG für den Wiederaufbau der Karniner Brücke ein, welche die Bahnstrecke zwischen Pasewalk und Swinemünde deutlich verkürzen und damit neue Perspektiven schafften würde. Auch die Überwindung der sprachlichen Barrieren ist ein Ziel der DPG, wie auch die Unterstützung der nachbarschaftlichen Kontakte auf kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene sowie im Bereich der Jugend- und Bildungsarbeit. Das Fundament der Arbeit der DPG ist die aktive Einbeziehung und das Engagement der Menschen in dieser grenzübergreifenden Region. Dabei sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich in und für unsere  Grenzregion zu engagieren.

Der Vorsitzende der DPG ist nun Dr. Marek Fialek (Greifswald). Eine regionale Stärkung erfuhren Stralsund  und das nördliche Vorpommern mit der Wahl neuer Vorstandsmitglieder Rainer Lange und Barbara Drath  aus Stralsund. Damit sind Kontinuität und Wandel im neuen Vorstand verbunden, in den weiterhin Dr. Przemysław Jackowski (Neu-Grabow), Oliver Pielmann (Greifswald), Anna Gatzke (Greifswald) und Martin Schröter (Wolgast) gewählt wurden. Die frühere Vorsitzende Anna Gatzke wird weiter im Vorstand aktiv die Vereinsarbeit unterstützen.

  • Vorsitzender: Dr. Marek Fialek (Greifswald)
  • 1. stellvertretender Vorsitzender: Dr. Przemysław Jackowski (Neu-Grambow)
  • 2. stellvertretender Vorsitzender: Rainer Lange (Stralsund)
  • Schatzmeister: Oliver Pielmann (Greifswald)
  • Schriftführerin: Barbara Drath (Stralsund)
  • Beisitzerin: Anna Gatzke (Greifswald), Mitglied im Bundesvorstand
  • Beisitzer: Martin Schröter (Wolgast)

Der neue Vorstand der DPG mit Marek Fialek als Vorsitzendem, der parallel dazu im Vorstand des polenmARkTs, dem Festival für polnische Kultur in Greifswald aktiv ist, setzt auf eine gelebte Partnerschaft und erlebte Freundschaft zwischen Polen und Deutschland.

2.2.-11.3.2020 in Greifswald: Ausstellung „Flaschenpost aus dem KZ“

Im Jahr 1975 fand bei Neubrandenburg eine spektakuläre Ausgrabung von Dokumenten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs statt. Polnische Mädchen und Frauen, die im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren, hatten in den Jahren 1942 und 1943 Briefe, Gedichte und Informationen über die Verbrechen aus dem Lager geschmuggelt. Ihre Verbündeten waren polnische Männer, Ärzte und Fähnriche, die die Nationalsozialisten im Kriegsgefangenenlager Neubrandenburg-Fünfeichen festhielten. Zwischen beiden Gruppen wuchs eine innige Beziehung – getragen von gegenseitiger Sorge, von konkreter Hilfeleistung und von Geschenken. Die Ausstellung ist ein Projekt von zeitlupe / Stadt. Geschichte & Erinnerung der RAA M-V. Sie entstand im Rahmen eines deutsch-polnischen Jugendprojekts, das die Bibliotheken der Partnerstädte Neubrandenburg und Koszalin durchführten.

Programm der Gedenkveranstaltung:
Sonntag, 02.02.2020, 11.30-12.00 Uhr
Greifswalder Dom, Domstraße 54, 17489 Greifswald
Begrüßung: Dompastor Dr. Tilman Beyrich, Anna Gatzke (DPG Vorpommern), Tobias Paul (FES MV)
Lesung: Georg Meier (Kulturschaffender) liest aus den Briefen

Eine Veranstaltung der evangelischen Gemeinde St. Nikolai Greifswald, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Vorpommern e. V. und Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro MV (FES). Die Ausstellung kann gebührenfrei bis 11.03.2020 besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mo-Sa: 11.00-16.00 Uhr, So: 11.30-15.00 Uhr. Kontakt: Pastor Dr. Tilman Beyrich, 03834-2627

Flyer: Einladung Ausstellung Flaschenpost aus dem KZ